Silke hat mehr als einen Vogel – die heimischen Vögel
31. Mai 2026
Liebe*r Couchgalerie-Besucher*in!
Im letzten Beitrag standen die schwarzen Vögel im Mittelpunkt: Amseln, Krähen, Raben oder andere dunkle Rabenvögel, die sich nicht immer genau bestimmen ließen.
Eigentlich hätten sie auch in diesen Beitrag gehört.
Denn auch sie sind heimische Vögel.
Vögel, denen ich im Garten, im Wald, auf Wegen und Wiesen begegnen kann.
Aber sie hatten in meinen Arbeiten eine eigene Stimmung.
Dunkel. Wach. Manchmal beunruhigend.
Deshalb haben sie ihren eigenen Raum bekommen.
Nun wird der Blick weiter.
Ich sammle die Vögel, die in meinen Bildern und Collagen auftauchen und die zu meiner Umgebung gehören: Meisen und Spatzen, kleine Gartenvögel und Greifvögel. Manche lassen sich gut erkennen. Andere bleiben eher eine Ahnung von Vogelart.
Sie kommen aus Servietten und Canva-Elementen.
Sie sind mit der KI entstanden und haben sich in meine Collagen eingefügt.
Und anders als die Eulen, die Geier oder die weißen Vögel brauchen sie nicht unbedingt eine große symbolische Bedeutung.
Sie sind vertraut.
Nah.
Teil meines Alltags.
Dieser Beitrag gehört den heimischen Vögeln.
Heimische Vögel in meinen Collagen (2023)
Collage mit Meise (2023)
Die erste Meise in dieser Sammlung finde ich in meinem Collagen-Selbstbild aus dem Jahr 2023.
Sie stammt aus einer Serviette und sitzt am unteren Bildrand, direkt bei meiner Schulter.

Damals war sie für mich einfach ein Teil der Collage.
Nicht mit dem Gedanken gewählt: Jetzt habe ich eine Meise.
Erst heute, beim Zusammentragen meiner Vögel, bekommt das Bild eine neue, augenzwinkernde Lesart:
Silke hat mehr als einen Vogel.
Und auf diesem Bild: eine Meise.
Waldmädchen mit Meise (2023)
Die Meise erscheint noch einmal.
Auch im Waldmädchen stammt sie aus derselben Serviette.
Dieses Mal sitzt sie nicht bei meiner Schulter, sondern zwischen Blättern, Blüten und dem Gesicht eines Mädchens.
Hier fällt sie fast weniger auf.
Sie gehört ganz selbstverständlich in das Grün, in diese stille, verwachsene Welt.
Erst jetzt sehe ich die beiden Collagen nebeneinander und erkenne:
Diese kleine Meise ist weitergewandert.
Von meinem Selbstbild
zum Waldmädchen.
Collage Kirschfresserin mit Meisen (2023)
In der Collage Kirschfresserin werden aus der einzelnen Meise viele.
Für dieses Bild habe ich zahlreiche Meisen ausgedruckt und um die Frau herum angeordnet. Sie flattern mit Kirschen im Schnabel herbei und bringen ihr, was da so üppig leuchtet.
Die Frau öffnet den Mund, die Kirschen sind rot und prall – und die Meisen machen aus dem Bild ein kleines Festmahl.
Hier sind die heimischen Vögel nicht still und nicht nur begleitend.
Sie bringen die Kirschen.
Übrigens während ich heute über sie schreibe, habe ich den Geschmack der ersten gekauften Kirschen dieses Jahres auf der Zunge – und im Bauch.
Collage mit Fasan und kleinem Gartenvogel (2023)
In einer weiteren Collage tauchen gleich zwei heimische Vögel auf.
Links unten steht ein Fasan.
Rechts unten sitzt ein kleiner, nicht näher bestimmter Gartenvogel.
Zwischen Landschaft, Blüten, einem Käfig und einer stillen Figur steht der Satz:
„Es beginnt meist mit einem tiefen Atemzug der Erleichterung, alles darf so sein, wie es gerade ist – ohne jede Bewertung.“
Auch die Vögel scheinen hier einfach da sein zu dürfen.
Der Fasan, auffällig und bodennah.
Der kleine Vogel, beinahe versteckt.
Nicht als Mittelpunkt.
Aber als Teil dieser stillen, grünen Welt.
Heimische Vögel in meinen KI-Bildern (2024–2025)
Die Faschings-Spatzen – #ES 65/100 (2024)
Mit den Faschings-Spatzen beginnt der KI-Bereich dieser Sammlung.
Die traurige Clownin gehört zu meiner Serie #ES – die vielbegabte Gliederpuppe. Die Tränen habe ich ergänzt – und die beiden Spatzen.
Sie bringen Bewegung und Leben in ein Bild, das sonst ganz in seiner Traurigkeit bleiben würde.
Mehr zu diesem Bild steht im Beitrag:
Die Faschings-Spatzen – #ES 65/100
Braune Bärenfreunde laden zum Kakao ein
#farbkreisreise – Braun im Oktober 2024
In der braunen Farbkreisreise laden Bärenfreunde zum Kakao ein.
Auch ein kleiner spatzenartiger Gartenvogel ist gekommen und hat auf einem der Bären Platz genommen.
Greifvögel – wachsame Begleiter
Nach den kleinen Gartenvögeln verändert sich die Stimmung noch einmal.
Die letzten heimischen Vögel in dieser Sammlung sind größer. Kraftvoller. Wachsam.
Es sind bussardartige Greifvögel, die nicht zwischen Blättern oder Kirschen sitzen, sondern an der Seite von Frauenfiguren erscheinen.
Frauenbildnis mit Greifvogel – Silber im November 2024
Dieses Frauenbildnis begegnete mir in einem Hotel, in dem ich übernachtet habe.
Für die Farbkreisreise 2024 – Silber im November habe ich es weitergestaltet: mit silbernem Glimmer und einem fliegenden Greifvogel.
Der Vogel wirkt, als käme er in das historische Porträt hineingeflogen – kraftvoll, wach und frei. Gemeinsam mit dem Silberschimmer macht er das Bild für mich verwunschen.
Mehr zu diesem Bild steht in meinem Rückblick auf die Farbkreisreise 2024:
👉 „Farbige Erinnerungen – meine Farbkreisreise 2024“
Die Wächterin – Cyan als Haltung (2025)
In diesem Bild sitzt ein bussardartiger Greifvogel auf der Schulter einer gerüsteten Frau.
Die Wächterin entstand für meine Farbkreisreise 2025 – Cyan im August.
Der Vogel gehört zu ihr wie ein zweites Bewusstsein: wach, wild und bereit zum Aufbruch.
Mehr zu diesem Bild steht im Beitrag
👉 „Farbkreisreise 2025 – Cyan im August“.
Liebe*r Couchgalerie-Besucher*in!
Vertraute Gefährten
Die heimischen Vögel in meinen Arbeiten sind keine seltenen Erscheinungen.
Sie gehören zu der Welt, die mich umgibt.
Zu Gärten, Bäumen, Wegen und Waldrändern.
Zu dem, was alltäglich ist – und gerade deshalb leicht übersehen wird.
In den Collagen saßen sie beinahe unbemerkt bei mir oder mitten im Grün.
Bei der Kirschfresserin wurden die Meisen zu Kirschenbringerinnen.
In den KI-Bildern kamen Spatzen dazu, ein kleiner Gast bei den Bären und schließlich die Greifvögel: größer, wachsamer, kraftvoller.
Während ich all diese Bilder zusammentrage, schaue ich auch draußen wieder genauer hin.
Und du?
Welche Vögel begegnen dir immer wieder?
Am Fenster, im Garten, auf deinem Weg oder im Wald?
Schenkst du ihnen heute einen Blick mehr?
Nicht, weil sie selten sind.
Sondern weil sie da sind.
Mit den vertrauten heimischen Vögeln endet dieser Teil meiner Vogelreihe.
Im nächsten Beitrag wird es fremder, farbiger und überraschender:
Dann bekommen die Exoten ihren Raum.