#8sammeln im August 2025 – sich(er) fühlen
8. August 2025
Liebe/r Couchgalerie-Besucher/in!
Am 8. eines Monats sammle ich im Rahmen der Aktion #8sammeln von Susanne Wagner acht besondere Momente des Tages – eingefangen in Bildern und kurzen Texten. Es geht darum, achtsam hinzusehen, innezuhalten und die kleinen, oft unscheinbaren Situationen zu würdigen, die dem Tag Tiefe geben.
Mein roter Faden für diesen 8. August: sich(er) fühlen – inspiriert durch das Buch Sich(er) fühlen: Dein Körper ist der Schlüssel – Lerne, dein Nervensystem zu regulieren und dich von Trauma, Stress und Angst zu befreien von Kathleen Kunze. Sicherheit kann viele Facetten haben: körperlich, emotional, im Rhythmus vertrauter Abläufe oder in achtsamer Begegnung. Heute spüre ich ihnen nach – mit der Kamera, im Schreiben und im bewussten Erleben.
Vielleicht magst du beim Lesen einen Moment innehalten und dich fragen:
Wann habe ich mich heute besonders sicher gefühlt?
Welche kleinen Rituale oder Begegnungen schenken mir Geborgenheit?
Acht Bilder, ein Gefühl: sich(er) fühlen
01/08: sich(er) fühlen – im Schlaf und beim Aufwachen

Gewogen, geborgen, umhüllt – meine Helfer für guten Schlaf und sanftes Wieder-Einschlafen. Gewichtsdecke, Augenkissen, Wärmflasche und Faszienrolle, manchmal ein Hörbuch, geben mir Sicherheit und helfen mir, meinen Körper zu beruhigen – besonders, wenn ich mit Druck im Kopf oder Schmerzen erwache.
02/08 sich(er) fühlen – im achtsamen Miteinander

Der erste Weg nach dem Aufwachen führt in den Garten zu den Hühnern. Heute bekommen Hulda und die anderen Hühner einen frisch gepflückten Kräuterstrauß – Löwenzahn, Melisse, Oregano und Schafgarbe. In diesem achtsamen Ritual begegnen wir uns mit Verlässlichkeit und Vertrauen: Ich bringe Futter, sie schenkt mir Nähe und Gelassenheit.
03/08 sich(er) fühlen – gut versorgt aus dem Naschgarten

Im Naschgarten, unten links: meine „Möhre des Tages“ – frisch aus dem Kasten gezogen, noch mit Erde an der Wurzel. Ich teile sie: die Wurzel für mich, das Möhrengrün für die Hühner. Gesunde Ernährung als kleines Sicherheitsritual – selbst gezogen, achtsam geteilt.
04/08 sich(er) fühlen – geschützt im Alltag

Morgendliche Routine: Das Hühnergeschirr vom Vortag reinigen. Heute trage ich Gummihandschuhe – ein kleiner, aber wirksamer Schutz für das Pflaster über meiner Brandblase. Achtsam mit mir selbst umgehen heißt auch, bei alltäglichen Handgriffen auf Sicherheit und Schonung zu achten.
05/08 sich(er) fühlen – gut vorbereitet in den Arbeitstag

Morgen steht eine Konzeptionsentwicklung an. Heute nehme ich mir Zeit, mein Handout zur Partizipation beim Essen in der Krippe fertigzustellen. Während ich die Inhalte sortiere, wächst in mir Ruhe – ich weiß, was ich sagen möchte, und habe alles griffbereit. Diese Vorbereitung ist wie ein inneres Fundament, das mich morgen trägt.
06/08 sich(er) fühlen – vom Kopf in den Körper, von Morgen ins Jetzt

Nach konzentriertem Arbeiten am Handout und an den Flipcharts zieht es mich hinaus. Ein Waldspaziergang mit Lotte bringt mich zurück ins Jetzt – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Die Geräusche des Waldes, der Duft von Gras und Lottes neugieriges Schnuppern lassen mich loslassen und wieder ganz im Körper ankommen.
07/08 sich(er) fühlen – mich und mein Nervensystem verstehen

Am Nachmittag mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Auf meinem Schoß liegt Lotte, während ich in dem Buch lese, das heute meinen roten Faden inspiriert. Je besser ich mein Nervensystem kennenlerne und verstehe, desto klarer kann ich wahrnehmen, was mir Sicherheit gibt – und umso leichter kann ich für mich sorgen.
08/08 sich(er) fühlen – lernen, atmen, ankommen

Zum Abschluss des Tages eine Atempause von Susanne Wagner, der Initiatorin von #8sammeln: Atemfluss statt Atemstau. Eine kleine Einladung, die Schlüsselbeine zu schütteln und den Atem frei fließen zu lassen. Lernen, innehalten, durchatmen – und mit jedem Atemzug ein Stück mehr Sicherheit spüren.
Liebe/r Couchgalerie-Besucher/in!
So unterschiedlich diese acht Momente auch sind – sie alle haben eines gemeinsam: Sie schenken mir ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Verbundenheit. Manchmal entsteht dieses Gefühl durch Routinen, manchmal durch bewusste Pausen, manchmal durch die Nähe zu Mensch oder Tier.
Vielleicht hast du beim Lesen eigene Augenblicke wiedererkannt, in denen du dich sicher fühlst. Bewahre sie dir – als Anker, als Erinnerung daran, dass Sicherheit nicht immer etwas Großes sein muss, sondern oft in den leisen, einfachen Augenblicken wohnt.
Und vielleicht bist du ja beim nächsten #8sammeln selbst dabei und entdeckst deine acht besonderen Momente.
Mehr vom #8sammeln findest unter der Kategorie: #8sammeln
Liebe Silke
Herzlichen Dank für deinen Beitrag zum 25. Achtsammeln! Seit 2 Jahren bist du nun regelmässig mit dabei und ich freue mich riesig darüber. Wie spannend es immer ist, deinen Tag mitzulesen und auch Bilder dazu anschauen zu dürfen.
Wie schön, dass du den Tag mit einer Mikropause beendet hast und dein roter Faden zum Thema sicher mit sich selbst ganz über die Körperwahrnehmung geschehen ist. Auch den Kontakt zu Natur und Tieren schätze ich selbst sehr, um mich im Leben und mit mir geborgen und sicher(er) zu fühlen.
Danke fürs Teilen und bis bald am nächsten 8. des Monats 😉
Susanne
Liebe Susanne,
danke für deinen Kommentar.
Ich hab mal gezählt und komme auf immerhin 20 Blogbeiträge – Zahlen machen schon auch einmal ein Wow-Gefühl.
Ich liebe deine Micropausen – sie sind immer überraschend und sooft einfach ungewöhnlich!
Sich(er) fühlen und atmen bedingen sich einfach und sind so hilfreich in diesen herausfordernden und überfordernden Zeiten.
Herzlichst Silke
Ein starkes Motto für den Tag. Wie ist das Buch bisher. Holt es dich gut ab? Ich werde auf jeden Dall bei Susanne vorbeischauen. Die Impulse kannte ich noch nicht. LG, Christine
Liebe Christine,
das Thema Psychologische Sicherheit hat sich zu einem Jahresthema entwickelt – Privat wie Beruflich.
Ja, das Buch ist echt gut, verständlich und sehr praktisch.
Susanne Wagners Seite lohnt sich auf jeden Fall.
Herzlichst Silke