Farbkreisreise 2025 – Cyan im August

23. August 2025

Lachendes Kind mit dunklem Haar in cyanfarbener Kleidung, umgeben von lebendigen Farbwirbeln in Cyan, Orange und Gelb. Das Porträt vermittelt Lebensfreude, Leichtigkeit und eine strahlende, verspielte Energie.

Liebe*r Couchgalerie-Besucher*in!

Willkommen zur Farbkreisreise 2025 – Cyan im August.

Dieser Beitrag ist Teil der #farbkreisreise2025, einer kreativen Mitmachaktion von Susanne Heinen, bei der jeden Monat eine neue Farbe im Mittelpunkt steht.
Susanne lädt dazu ein, sich mit der jeweiligen Farbe künstlerisch, fotografisch oder schreibend auseinanderzusetzen – ganz intuitiv, ganz offen.
Mehr dazu findest du auf ihrem Blog:
👉 Zur August-Farbe Cyan bei Susanne Heinen

Für mich ist diese Reise durch den Farbkreis ein kreativer Kompass geworden – eine Gelegenheit, innezuhalten, hinzuschauen und zu spüren, welche Qualitäten jede Farbe in mein Leben bringt (oder bringen könnte).
Diesen Monat geht es um Cyan – die Farbe zwischen Blau und Türkis, zwischen Himmel und Wasser, zwischen Sehnsucht und Klarheit.

Was Cyan für mich bedeutet – und warum es gerade nicht Teil meines Alltags ist – davon handelt dieser Beitrag.

Cyan – eine Farbe wie der Horizont

Cyan ist für mich die Farbe von Himmel und Meer. Südsee, Wärme, Licht.
Ich denke an Weite, an Freiheit, an Leichtigkeit – an etwas fast Ätherisches, das sich nicht fassen lässt.

Und doch: Kaum etwas davon ist wirklich Teil meines Lebens.
Ich besitze nichts in dieser Farbe. Meine Kleidung, meine Räume, meine Bilder – sie sind eher tiefblau oder türkis, satt und greifbar.

Cyan bleibt auf Abstand.
Vielleicht ist das gerade das Faszinierende:
Dass es nicht das spiegelt, was ist – sondern das, was fehlt.
Oder das, was möglich wäre.

Kind in Cyan – das strahlende Innen

Lachendes Kind mit dunklem Haar in cyanfarbener Kleidung, umgeben von lebendigen Farbwirbeln in Cyan, Orange und Gelb. Das Porträt vermittelt Lebensfreude, Leichtigkeit und eine strahlende, verspielte Energie.

Dieses Kind in Cyan lacht, als gäbe es nichts zu fürchten.
Es wirkt, als würde es das Licht in sich tragen – nicht nur auf sich gerichtet, sondern nach außen strahlend.

Die Farbe umhüllt es wie ein Wind aus Leichtigkeit und Unschuld. Cyan wird hier zur Bewegung, zum Spiel, zum Jetzt.
Orange und Gelb wirbeln mit – wie Lebensfreude, Wärme und Mut zum Dasein.

Ich frage mich beim Betrachten:
War ich jemals so?
Oder ist das ein Bild dessen, was einmal war – oder noch sein könnte?

Cyan zeigt sich hier nicht als Ferne, sondern als innere Quelle.
Als Erinnerung an das Kind in mir, das vielleicht vergessen wurde – aber noch irgendwo leuchtet.

Die Wächterin – Cyan als Haltung

Frau in cyanfarbener Rüstung mit langem Haar und Greifvogel auf der Schulter, steht in einer weiten, sandigen Landschaft. Das Bild strahlt Würde, Klarheit und stille Entschlossenheit aus.

Diese Frau in Cyan steht still, aber sie wirkt nicht passiv.
Sie ist aufgerichtet, aufmerksam, in sich gekehrt – eine Wächterin.
Nicht gegen einen äußeren Feind, sondern vielleicht an der Grenze zwischen innen und außen.

Die Rüstung schimmert kühl im Licht. Kein Glanz, kein Prunk – eher Klarheit, Schlichtheit, Schutz.
Der Vogel auf ihrer Schulter scheint zu ihr zu gehören, wie ein zweites Bewusstsein: wach, wild, bereit zum Aufbruch.

In ihr zeigt sich Cyan als Haltung:
Nicht als Gefühl, sondern als Entscheidung.
Nicht als Sehnsucht, sondern als Präsenz.

Diese Wächterin erinnert mich daran, dass Klarheit auch Mut braucht.
Dass ich nicht alles fühlen muss, um etwas zu schützen.
Dass ich manchmal Haltung einnehme, gerade weil mir Weite fehlt.

Die Frau am Meer – Cyan als Sehnsuchtsraum

Frau in cyanfarbenem Kleid mit gelbem Vogel auf der Schulter steht an einem ruhigen Meer. Die Szene wirkt still, verträumt und symbolisiert Weite, Sehnsucht und Aufbruch.

Sie steht am Ufer, den Blick in die Weite gerichtet.
Die Frau am Meer wirkt ruhig, gesammelt, fast entrückt – als wäre sie auf dem Sprung in etwas, das noch kein Ziel kennt.

Cyan umgibt sie wie Luft und Wasser zugleich.
Nicht zum Greifen nah, sondern leicht entrückt.
Diese Farbe scheint nicht von ihr, sondern um sie herum zu sein – wie ein Zwischenraum, ein Schwebezustand zwischen Vergangenheit und Möglichkeit.

Der gelbe Vogel auf ihrer Schulter ist wie ein Gegenakzent.
Fast fremd, aber doch vertraut – als stünde er für Hoffnung, Erinnerung oder ein leises „Geh nur“.
Vielleicht ist er das einzige, das in Bewegung ist.

Dieses Bild berührt mich.
Weil es etwas zeigt, das ich mehr leben könnte: den Moment, in dem man nicht funktioniert, sondern einfach nur da ist.
Cyan wird hier zur Farbe der Übergänge – und das Meer zum Spiegel dessen, was kommt, wenn ich es zulasse.

Cyan im Mandala – innere Ordnung, äußeres Leuchten

In den beiden Mandalas zeigt sich Cyan ganz anders – nicht als Gefühl oder Figur, sondern als Struktur.
Als leuchtende Ordnung. Als etwas, das sich entfaltet, ohne sich zu verlieren.

Das erste Mandala wirkt fast kristallin:
Wie ein Lichtstern oder eine energetische Blüte, die sich nach außen ausrichtet.
Es erinnert mich an Klarheit – nicht im Kopf, sondern im ganzen Sein.
Cyan wird hier zur Ausrichtung, zum Fokus, zur Verbindung nach außen, ohne dabei zentrierte Ruhe zu verlieren.

Symmetrisches Mandala mit kristallartiger Struktur in Cyan- und Türkistönen, das sternförmig von einer zentralen Blüte ausgeht. Das Bild wirkt energetisch, klar und strahlend.

Das zweite Mandala ist runder, geschlossener, ruhiger.
Ein inneres Rad, ein Atemkreis, ein Moment des Innehaltens.
Es strahlt mehr Schutz als Bewegung aus – fast wie ein Raum, in dem ich verweilen kann.

Rundes Mandala in Cyan mit Lotus- und Diamantformen, kreisförmig aufgebaut. Die Komposition wirkt ruhig, schützend und meditativ.

In beiden Mandalas erscheint Cyan als etwas, das mehr ist als eine Farbe:
eine Frequenz, eine Haltung, ein Raum zwischen Denken und Fühlen.
Ein Vorschlag, wie ich leben könnte, wenn ich es mir erlaubte: klar, leicht, verbunden – und bereit für das, was kommen mag.

Liebe*r Couchgalerie-Besucher*in!

Und du?

Was verbindest du mit Cyan?
Ist es für dich eine Sehnsuchtsfarbe, ein Alltagsbegleiter oder etwas ganz anderes?
Vielleicht hast du Lust, selbst kreativ zu werden – in Farbe, Form oder Wort.

Wenn du noch mehr Farbentdeckungen sehen möchtest:
👉 Hier findest du alle meine bisherigen Beiträge zur #farbkreisreise
gesammelt.

Ich freue mich, wenn du ein Stück mit mir durchs Farbrad reist –
bis zum nächsten Monat, in dem eine neue Farbe ihre Türen öffnet.

2 People reacted on this

    1. Liebe Christine,
      Wie schön, dass dich das Kind so anspricht – und die Farben auch. Cyan, Blau und Türkis haben für mich auch etwas Leichtes, Offenes. Vielleicht ist es genau das, was du da gespürt hast. Danke fürs Teilen!
      Herzlichst, Silke

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